Lettering Schriften

In diesem Beitrag findest du eine Übersicht einiger Schriftfamilien und ihrer Charakteristik sowie wertvolle Tipps für Variationsmöglichkeiten. Am Ende der Seite wartet eine kostenlose Vorlage zum Schnuppern!


Erlaubt ist, was gefällt!

Es gibt viele Schriftklassen mit unzähligen -arten. Nicht alle eigenen sich auch für Lettering Schriften. Manchmal scheitert es am notwendigen Material, manchmal an der Komplexität der Buchstaben. Inzwischen bin ich meisterhaft im Vereinfachen, denn auch mit kleinen Kniffen und ohne kostspieligen Materialeinsatz lassen sich tolle Variationen zaubern. 

Überhaupt gilt: Erlaubt ist, was gefällt! Denn im Handlettering geht es weder um richtig oder falsch, noch um schön oder schöner.

Hier eine kurze Aufzählung jener Schreibstile, die sich besonder gut für Lettering Schriften eignen. Wie du siehst, haben sie eine ganz unterschiedliche Anmutung und Wirkung.

Sans Serif (Serifenlose)

Serifenlose Schriften haben eine hohe Formstrenge und muten konstruiert-sachlich an. Man spricht auch von einer Skelett- oder Linearschrift, da sie ganz mager gehalten ist. Mit kleinen Kniffen lassen sich dennoch vielseitige Variationen ableiten. Serifenlose Schriften werden gerne als unaufgeregte Begleitschriften eingesetzt.

Serif (Serifenschriften)

Als Serife bezeichnet man die Linien, die einen Buchstabenstrich am Ende, quer zu seiner Grundrichtung, abschließen. (Quelle: Wikipedia) Serifenschriften kannst du ganz klassisch halten (s.o.). Oder du verpasst ihnen mit Umrandungen und Mustern ordentlich Abwechslung. Serifenschriften wirken meist elegant, aber auch lebendig und kräftig.

Script (Schreibschrift)

Bei Schreibschriften sind die Buchstaben meist miteinander verbunden. Durch das Variieren von Verbindungslinien, Ober- und Unterlängen, Grundformen, Neigungswinkel und Vielem mehr, lassen sich Scriptschriften in einzigartige Kunstwerke mit unterschiedlichster Aussage verwandeln. 

Kalligraphie

KalligraphInnen streben nach perfekter ästhetischer Ausgewogenheit beim Schreiben mit der Spitzfeder. Im Handlettering bedient man sich, für das gekonnte Wechselspiel von dicken und dünnen Linien, sogenannter Pinselstifte (Brushpens). Daher auch der Name Brushlettering und der Begriff moderne Kalligraphie.

Blackletter (Fraktur)

Dieser geschichtsträchtige Stil ist im öffentlichen Raum leider kaum noch zu finden, seit er 1941 durch den Normalschrifterlass verbannt wurde. Fraktur und andere gebrochene Schriftarten sind erst sein den 1970ern wieder ein beliebtes Stilmittel in der Jugendkultur, im volkstümlichen Kontext und in der Schildermalerei. 

Lettering Schriften schnell variieren

Schriften lassen sich, auch ohne viel Zeit- und Materialaufwand, auf vielfältige Weise überarbeiten bzw. verändern, um ihnen ein anderes Erscheinungsbild und damit eine neue Wirkung zu geben. Hier ein paar Ideen und Beispiele, die du probieren kannst:

  • Strichstärke
  • Linienart (gepunktet, gestrichelt,...)
  • Schrifthöhe
  • Schriftbreite
  • Höhe des Querbalkens
  • Neigung
  • Kanten und/oder Ecken runden
  • Kombination von Klein- und Großbuchstaben
  • Verbindungslinien (Länge, Winkel, Neigung)

Lettering Schriften sans serifSerifenlose: Zusätzlich zur Veränderung der Schriftbreite, kannst du die Höhe des Querbalkens nach oben oder unten verschieben. Achte dabei auf ein konstantes Level. Die Kombination von Klein- und Großbuchstaben, in selber Höhe, finde ich auch sehr hübsch.
Lettering Schriften serifSerifenschriften erlauben u.a. Varianten durch die Veränderung der Schriftbreite sowie Verlagerung des Querbalkens. Experimentiere auch gerne mal mit der Strichstärke oder der Kombination von Klein- und Großbuchstaben. 
Lettering Schriften scriptBei Schreibschriften experimentiere ich am Liebsten mit der Neigung und Rundung der Verbindungslinien. Je spitzer diese sind, desto strenger bzw. maskuliner wirkt der Stil.
Lettering Schriften brushBeim Brushlettering ist, neben der Neigung der Verbindungslinien, auch ihre Länge ein variationsreiches Stilmittel. Geübtere Letteringtalente wagen sich auch an tanzende Buchstaben, die auf einer gedachten Mittellinie auf- und abhüpfen.

Warum schön nicht reicht

Beim Lettering geht es um Emotion und darum eine Geschichte zu erzählen. Jedes Schriftbild, Logo oder Wortspiel hat eine Botschaft, die man (er)lesen kann. Man sollte sie auch spüren können. 

Aus der Werbepsychologie weis man, dass Menschen eher auf Bilder reagieren, als auf Worte. Sie zu "entschlüsseln" dauert - wenn auch nur geringfügig - länger. Daher ist das Bildhafte in der Schriftgestaltung so wichtig. Es gibt uns die Möglichkeit das Geschreibene auch auf der Gefühlsebene zu empfangen.

Hier ein paar ganz einfache Beispiele, zur Erklärung:

Handlettering Schriften

Im Beispiel rechts will ich an einen Luftballon erinnern und zum Spielen animieren. Mir drängt sich sofort der Wille auf, die Buchstaben bunt auszumalen. Während der Version links definitiv Charakter fehlt, obwohl sie sauber geschrieben ist.

Handlettering Schriften

Es muss nicht immer eine massive Veränderung in der Schreibweise stattfinden. Schon die Strichstärke und das die Buchstaben nicht gänzlich miteinander verbunden sind, erzeugt hier das nötige Gefühl von Leichtigkeit.

Handlettering Schriften

Die linke Version ist eine wunderschöne Schreibweise, aber sie vermittelt keine Stärke. Sie erscheint filigran, elegant und in Bewegung zu sein. Eine stabile Konstruktion hingegen, vermittelt sofort einen statischen, beständigen und zuverlässigen Eindruck.

 

Lettering lernen

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